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 6. 12. 2009 - Das Jahrbuch 2010 wird vorgestellt

  8. 4. 2010 - Hans Dörr erhält die Ehrenplakette der Stadt Dieburg

 8. 4. 2010 - Hans Dörr erhält die Ehrenplakette der Stadt Dieburg

 

FEIERLICH PRÄSENTIERT wurde kürzlich das Jahrbuch 2010 des Dieburger Heimatvereins im Museum Schloss Fechenbach: 26 Autoren lieferten den Stoff für 380 informative und unterhaltsame Seiten des Werks, das den Namen „Jahrbuch 2010 - Dieburg - Erbe und Gegen­wart" trägt und zum Preis von 18 Euro in den Dieburger Buchhandlungen und beim Heimatverein zu erhalten ist (15 Euro bei Vorlage des Mitgliedsausweises ). Bei der Präsentation im Museum dankte Anne Sattig (links) den an der Buchproduktion Beteiligten - insbesondere den Autoren. Ein dickes Lob für das Werk gab es auch in den Rezensionen von Hans Dörr und Manfred Göbel. Manfred Müller (Key­board) und Inge Zimber (Gesang) rahmten die Veranstaltung musikalisch ein.            jd/Foto: Dörr/Schirling - 6. 12. 2009

 



 

 28. 11. 2009 - Die Nachtwächter-Rundgänge beginnen

 

STIMMUNGSVOLL erleuchtet wird die Innenstadt die nächsten Freitagabende von den Laternen der gestern von Schultheiß Werner Thomas vereidigten Nachtwächter. Der Amtseinsetzung stand nichts im Wege, da keiner der Kandidaten durch ungebührliches Verhalten oder das Absingen schmutziger Lieder aufgefallen war. Heimatvereinsvorsitzende Anne Sattig musste allerdings ein kleines Zugeständnis an den „Wutze-Schnuppe " (Schweinegrippe) machen: Statt des üblichen Löffeltrunks zu Beginn der Nachtwächterrundgänge wurde sicherheitshalber per Schnapsglas angestoßen. Am Freitag. 11. Dezember, findet um 17.30 Uhr einmalig ein dritter Rundgang statt. Karten gibt es im Silberhaus in der Steinstraße zum Preis von sechs Euro.

Foto: Hager/Dieburger Anzeiger vom 28.11.2009

 



 Der HVD hat eine eigene Homepage

 

 

Mit einem Klick zum Heimatverein: Neue Homepage

Dieburg (hov)

Viele Jahre lang war der Heimatverein heimatlos - zumindest in der digitalen Welt. Eine eigene Homepage war nicht vonnöten, weil Bernd Grimm auf seiner in der Stadt bekannten und beliebten Seite www.dibborsch.de die Termine des Heimatvereins mit veröffentlichte. Als der sich jedoch Anfang des Jahres dazu entschied, seine Seite künftig schwerpunktmäßig der Fastnacht zu widmen, musste beim Heimatverein eine andere, eine eigene Lösung her.

Weil ihm „der PC nicht fremd" war, erhielt der stellvertretende Vorsitzende Heinz G. Schirling den Auftrag, www.heimatverein-dieburg.de zu gestalten.

Seit Ostern werden die Besucher von www.heimatverein-dieburg.de nun auf der Startseite mit einem Bild des Mühlturms begrüßt. Von dort aus geht's weiter mit aktuellen Terminen und Veranstaltungen des Vereins, einem Pressespiegel und der Vorstellung von Vereinsprojekten. Die inzwischen zwölf Bücher, die die Dieburger Heimatkundler publiziert haben, werden vorgestellt und kommentiert. Die Rubrik „Dieburger Ansichten" enthält Bilder von Lieblingsplätzen und schönen Winkeln der Stadt und soll Stück für Stück erweitert werden - „vermutlich eine Dauerbaustelle", sagte Heinz G. Schirling und lacht.

Wer Mitglied im Heimatverein werden will, findet auf der Homepage ein übersichtliches Formular, wer Kontakt aufnehmen will, findet Rufnummern und Ansprechpartner.

Wenn der stellvertretende Vorsitzende jetzt, nach einen halben Jahr, auf sein Werk schaut, weiß er, dass sich die Mühe gelohnt hat. „Die Arbeit an der Internetseite kostet viel Zeit, macht aber auch viel Freude, besonders wenn ich erfahre, dass die Seite auch angeschaut wird."

Dass dies der Fall ist, weiß Schirling nicht durch das Studium von Klick-Zahlen. „Zahlen interessieren mich nicht so sehr, sondern mehr der persönliche Kontakt, das Gespräch mit den Nutzern." Dies will er weiterhin suchen und die Seite ständig aktuell halten, „denn nichts ist für einen Interessenten enttäuschender, als das Programm von gestern."

Dieburger Anzeiger vom 22. 10. 2009, gekürzt

  



 September 2009 - Weinlese im Groß-Umstädter Wingert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine kleine Abordnung des Heimatvereins Dieburg e.V. war am letzten Montag bei strahlendem Sonnenschein im Wingert auf dem Groß-Umstädter Herrenberg in der Weinlage Steingerück zur Weinlese. Andreas Petermann erzeugt hier Trauben gemäß den ökologischen Weinbaurichtlinien. Der Wein kann bei Vinum Autmundis, der Winzergenossenschaft in Groß-Umstadt unter dem Namen „Johanniter“ erworben werden.

Selbstverständlich ließ es sich die Senior-Chefin nicht nehmen, die Helfer hervorragend zu bewirtschaften.

 

Bild und Text: Maria Bauer

 


  

 13. 9. 2009 - Dunkes-Essen im Badhaus

 

   

Die Moritatensänger

 

Fleißige Helfer

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Maria Bauer trägt einen heiteren Text vor

 

J. Steinmetz immer im Einsatz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 „Dunkes" im Badezuber

Von Ursula Friedrich

Dieburg -   „Dunkes kommt von tunken." Anne Sattig muss es wissen. Denn die Vorsitzende des Heimatvereins Dieburg hatte sich dies­mal ausgiebig mit Ess- und Trinkgewohnheiten im Mittelalter auseinander gesetzt. Auslöser für eine kulinarische Zeitreise war der landesweite „Tag des offenen Denkmals", der in Dieburg an Orten des Genusses gefeiert wurde. Im alten Badhaus in der Badgasse wurde also „gedunkt. Rund 80 Gäste frönten der Pellkartoffel beim dreigängigen Menüabend wie schon zu Urgroßvaters Zeiten. Vom Arme-Leute-Dunkes (Pellkartoffeln mit Salz) arbeitete sich die muntere Gästeschar bis zum Festtags-Dunkes (Pellkartoffeln mit Haschee) vor. Gewürzt wurde die kulinarische Zeitreise mit Verdauungsschnäpsen und kulturellen Ausflügen. Bei Moritaten, Liedern und Geschichten sprang das Gute-Laune-Virus im voll besetzten Lokal dann auch schnell von Tisch zu Tisch.

Weil das historische Badhaus in seiner Jugend anno 1579 nicht als Gaststätte, sondern als Badestube betrieben wurde, verbrachten zwei junge Gäste den Abend demonstrativ im hölzernen Zuber: Sarah Sattig und Yvonne Marx präsentierten die mittelalterliche Badekultur. Freilich ohne Wasser - dafür in historischen Gewändern.

Anne Sattig wusste zur Dibbojer Badepraxis allerlei Episoden beizutragen: „Die Leute kamen zum Teil nackt, weil sie Angst hatten, dass ihnen im Badhaus das Gewand gestohlen wurde." Das Badhaus wurde trotz der befürchteten Übergriffe von Langfingern als gesellschaftlicher Treffpunkt sehr geschätzt. Hier fielen auch moralische Schranken: Alkoholische Genüsse und amouröse Abenteuer gehörten für viele Badegäste zur Wellnessbehandlung. Im Hospital im Obergeschoss des Hauses bot der vielseitige Bader auch medizinische Leistungen an: Für drei Taler gab es eine Blutegelbehandlung, für den gleichen Betrag wurden auch Arme eingerenkt. Für das Einrenken des Halses wurden 20 Taler berechnet. Was die Buhlmädchen Badegästen für einen Abstecher in eine kleine Kammer abverlangten, ist nicht überliefert. Dafür jedoch gut gemeinte Tipps des Baders gegen unwillkommene Haustiere: „Der Hut bleibt uff - die Läus' drunner."

Dieburger Anzeiger vom 17. 9. 2009

 



 

20. 6. 2009 - HVD-Ausflug nach Gundernhausen

                            

Alte Schule Vesperim Hofgut PalmyHofgut Schrauthenbach

Detail am alten Faselstall

 

 



 

6. 6. 2009 - Die zwaa zänkische Weiwer vum Stoawääg

 

Doppelhalsgeige schafft Abhilfe

Gelungene Premiere beim Heimatverein: „Die zwaa zänkischen Weiber vom Staawääg"

 

Dieburg (ula) „Bambelschnut, hinkelhoarisch Weibsleut und Hosebloaser..." - bereits im späten Mittelalter wussten sich Dieburgs Bürger mit Schimpfwörtern bestens zur Wehr zu setzen. Zu einem munteren Exkurs durch die Historie mit zwei professionellen Streithähnen lud der Heimatverein Dieburg anlässlich der Veranstaltung „Dieburg in Blau". „Die zwaa zänkische Weiwer vom Staawääg" wurden im Hof der Gaststätte „Alte Backstub" von einem Dutzend Laiendarstellern des Heimatvereins uraufgeführt. Beim Disput der beiden „Kratzbürsten" Maria Bauer und Marianne Kolb in schönster „Dibbojer" Mundart blieb kein Auge trocken. Auch den männlichen Hauptdarstellern Seppel Thomas und Wolfgang Hönche war der Part der leidenden Ehemänner auf den Leib geschneidert.

 Dem kühlfeuchten Wetter setzte der Heimatverein ein herzerfrischendes Programm entgegen. „Es ist uns zum ersten Mal gelungen, einen Dibbojer Nachmittag mit Liedern, Gedichten, und einem Theaterstück zu veranstalten", sagte Anne Sattig, Vorsitzende des Heimatvereins und Autorin der Zänkischen Weiber. „Wir wollen das Interesse am Dieburger Dialekt wecken", so Sattig. Und hierzu wurden alle kreativen  Kräfte des Vereins mobilisiert: Inge Zimber sang das Ourewäller Lied und Hedwig Thomas sowie Elisabeth Förster bereicherten den Nachmittag mit lustigen Episoden und Gedichten - im Dialekt, versteht sich.

Das Schicksal der beiden Zankweiber im Bauernschwank hatte ebenfalls eine „authentische" Konsequenz: Die Beiden wurden mit der Doppelhalsgeige, einem historischen Folterinstrument, gefesselt und auf dem Marktplatz zur Schau gestellt.

 72 Helfer organisierten den ersten Dibbojer Nachmittag, dem weitere folgen sollen. In liebevoller Kleinarbeit nähte Claudia Poth-Joost die historischen Kostüme für die Darsteller. Anne Sattig arbeitet bereits am nächsten Theaterstück, das im kommenden Jahr gezeigt werden soll.

 • Im Mühlturm konnten sich die Besucher ebenfalls mit Dieburgs Geschichte vertraut machen: „Kommen Sie ins Gefängnis!", lud Hans Dörr vom Heimatverein sein Publikum ein. Im „Bauch" des 1220 erbauten Turms ließ der Hobbyhistoriker bei be­scheidenem Kerzenschein das Schicksal vermeintlicher. Bösewichter aufleben. „Während der Hexenverfolgung hatte der Turm Hochkonjunktur", erzählte der Altdieburger. Wegen des schlechten Wetters blieben die Besucherzahlen bei den Führungen im Mühlturm allerdings bescheiden - obwohl das historische Gemäuer heute jederzeit freien Fußes verlassen werden kann.

 

 

  

 

 

   

Die leidenden Ehemänner

 

Hedwig Thomas und Elisabeth Förster

 

 

 

 

      


 

Die zänkischen Weiwer werden zur Halsgeige verurteilt


 
    

Text: Dieburger Anzeiger - Fotos: 1 Dieburger Anzeiger, 6 Schirling

 


 



 

9. 5. 2009 - Blumen- und Pflanzenbörse

9. 5. 2009

 

 

Rathaus mal ganz in Grün

Attraktion für große und kleine Gärtner

Dieburg (ves) „Seit heute morgen um acht Uhr haben wir bereits regen und konti­nuierlichen Zulauf", freute sich Anne Sattig, Vorsitzende des Heimatvereins. „Die Nachfrage ist groß und die Pflanzen verkaufen sich sehr gut." Wie jedes Jahr am Samstag vor Muttertag veranstaltete der Heimatverein Dieburg wieder die beliebte Blumen- und Pflanzenbörse. Ob Blüh- oder Grünpflanzen, Kakteen oder Obstpflanzen, Gartendekorationen und Körbe, hier fanden die Besucher in einer großen Auswahl alles, was das Pflanzen- und Gärtnerherz begehrte. Die Anbieter konnten mit vielen Pflanztipps aufwarten und gaben den Käufern viele gute Pflegehinweise mit auf den Weg. Korbflechter Rudolf Stegemann zeigte den Interessierten, wie ein Weidenkorb entsteht.

Nach getanen Einkäufen stärkten sich die Besucher mit herzhaften Bratwürstchen oder leckerem Kaffee und Kuchen und genossen dazu ein süffiges Glas Maibowle. Aber nicht nur für das leibliche Wohl war gesorgt, sondern auch für musikalische Unterhaltung. Mit flotten Swing- und Ragtime-Klängen untermalte die Saxophon-Band „Sax-Selection" die Veranstaltung.

Text und Bild: Dieburger Anzeiger


 


 

24. 4. 2009 - Badhaus - Wellness des Mittelalters

Anschaulicher Vortrag über die Funktion der Badhäuser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieburg (ves) „Dieburg besitzt eines der drei am besten erhaltenen Badhäuser Deutschlands, die ich kenne", sagte Kathrin Wegner-Walte anerkennend. „Ich wusste dass die Stadt ein Badhaus besitzt und hatte daher großes Interesse, den Vortrag hier zu halten. Das habe ich gleich mit einem Besuch vor Ort verbunden und bin beeindruckt", so die Referentin. Dem Heimatverein war es gelungen, die Kunsthistorikerin und Kuratorin, die 15 Jahre lang ein Bädermuseum bei Bad Bellingen leitete, für einen Diavortrag zu gewinnen.

Bei ihrem Vortrag in der Alfred-Delp-Schule erläuterte Wegner-Walte anhand se­henswerter Illustrationen die Bedeutung und die zahlreichen Funktionen der öffentli­chen Badestuben. Diese waren zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert nicht nur als Orte der Reinigung, der Gesundheitsvorsorge, der Körper- und Schönheits-pflege be­kannt, sondern wurden auch als Orte der Geselligkeit genutzt. Der Bader fungierte damals als Ersatzarzt, indem er Gelenke einrenkte, Schröpfköpfe oder Blutegel setzte und den Aderlass vornahm. Zudem nähte und versorgte er kleinere Wunden, und das alles meist in den kleinen engen Räumen des Badhauses neben Schwitzbänken und Heilzubern. Bader, Barbiere, Badeknechte und Mägde waren nicht nur für Wasser- oder Kräuterbäder, für zahnmedizinische Anwendungen oder für Haar- und Bartpflege zu­ständig. Sie sorgten auch für das leibliche Wohl ihrer Gäste. In den Holzzubern des Badhauses, in dem an bestimmten Tagen beiderlei Geschlecht anzutreffen war, wurde gebadet, getrunken, gegessen, gesungen und geliebt. Durch unzureichende Hygiene und Sittenverfall breiteten sich an diesen Orten des Lasters und der Sünde Seuchen und ansteckende Krankheiten aus. Dies war einer der Gründe, die zur Schließung vieler Badestuben im 17. Jahrhundert führten.

„Im Inneren des Dieburger Badhauses ist kaum etwas verändert worden, sogar das alte Frischwasser-becken ist noch vorhanden", berichtete Wegner-Walte. Es fehlen nur die Feldsteine, die man erhitzte, um sie dann in die Badebütten gleiten zu lassen, wenn das Wasser darin zu kalt wurde. „Damals schon gab man Kräuter und Rosen­blätter ins Badewasser. Schon damals hatte die reichere Kundschaft des Baders Wellness-Genuss", verglich sie die Zeiten.

 Im Jahrbuch 2008 - Erbe und Gegenwart V des Dieburger Heimatvereins kann man die Geschichte und Nutzung des Dieburger Badhauses nachlesen.

Quelle: Dieburger Anzeiger/Schirling

 

 

 

Heimatverein Dieburg e. V. - Vorsitzende Maria Bauer - Tel. 06071-5238  | Kontakt: bauer@heimatverein-dieburg.de